Charakter: Dengor Thalen
Gesinnung: rechtschaffen gutRasse: Mensch Klasse: Paladin Stufe: 10
Geschlecht: m Alter: 21 Größe: 190 Gewicht: 85kg Haarf.: blond
Augenf.: blau
Heimat: Tiefwasser
Religion: Helm Rang: Schildwache
ATTRIBUTE:
(16) unmodifiziert
ST 18/76% Trefferchance Normal Schad.mod. +1 Traglast 70kg Stemmv. 195 Tür
öff. 9
Stangen verb. 10%
GE 12 Reakt.mod. 0 Fernw.mod. 0 Ausweich.mod. 0
KO 16 TP +2 Körperl.Schock 95% Wiedererw.chance 96% RW geg. Gift 0 Reg.
0
IN 13 Anz.d.Sprach. 3 Höchst.Zaubergr. 0 Zauber verst. 0% Höchstzahl
d.Zauber 0
Immun.g.I. 0
WE 13 Mod.gg.Magie 0 Zusätzl.Zauber 1 Chance f.Fehlgang 0% Immun.g.Za.
0
CH 17(18) Höchstzahl d.Gefolgsleute 10 Grundloyalität +6 Reaktions-mod.
+6 (+7)
GL 15
Bewegungsfaktor: 12 Rüstungsklasse: -1 (-3) ((-5)) Trefferpunkte: 83
Rettungswürfe: Lähmung/Gift/Todesmagie 8 (+2)
Zauberstäbe/-stecken/-ruten 10 (+2)
Versteinerung/Verwandlung 9 (+2)
Odemwaffen 9 (+2)
Zauber 11 (+2)
Waffe: #A Treff./Scha. ETW0 Schaden(K/M/G) Reichw. Gew. Gr. Wi.w. Ini.
11
Bradolf +5/+8 6 1W8+8/1W10+8 4 M K 3
Ochsenherde3/2 -/+1 11 3W4+4/3W6+4 15 M W 10
Großer Dolch3/2 -/+1 11 1W4+2/1W3+2 4 K S 2
Leichte Armbr.1(+1) -/- 10 2W4/2W4 2/4/6 3 K S 7(0)
Mittlere Lanze 1 -/- 11 1W8/2W6 (*2 bei St.Att.) ? M S ?
Schild (Parade) +2/+1 (+4/+4) 9 (6) 1W3+1 (1W3+5) 10 M W 3
Waffen-/normale Fähigkeiten/Sprachen
Lange Klingen (2/-) Gemeinsprache (-/13)
Schildkampf (2/-) Lesen u. Schreiben (1/14) Gemeinsprache
Beidhändigkeit (1/-) Umgangsformen (1/17)
Langschwert(spez.) (-/-) Schwimmen (1/16)
Faustkampf (1/-) Wachsamkeit (1/12)
Leichte Armbrust (1/-) Heilkunde (2/11)
Reiten am Boden (1/16) Pferd
Blind Kämpfen (2/-)
Feuer machen (0/11)
Altertumskunde Mil. (-/12)
Wunden Heilen (20TP)(-/-)
Böses Erkennen (-/-)
Ausrüstung: Behälter: Rucksack: Loch:
Leinenhemd Jan Jo (Teekanne) Robe blaurot
Hose Blendlaterne + 3 Fl. Öl Stiefel
Heiltasche (Heilung+1) 2*Parfum, Spiegel, Kamm 1500 GM
Eiswürfel "Auriel zum Trotz" Seife, 5 Bl. Papier, Feder, Tinte
Bänderpanzer +3
Gürtel m. Schwertscheide Feuerstein + Stahl Kartenspiel
Umhang (gutes Tuch) 3*Gr. Feuer
Ring of Displacement kl. Zelt, Decke
Feldherrenharnisch/Helm/Schild 37 Bolzen f. Armbrust
Rucksack Kngl. Abnt. Besch. ab 2.8.1368
Mittl. Streitross (Rasse) "graues Tuch", Heldentrank
Erfahrungspunkte: 644.348
Gold: 973,60 GM
Besondere Fähigkeiten :
2*Priesterzauber 1. Grad
Dies ist die Lebensgeschichte von Dengor Thalen:
Es war am 12.6. im Jahre 1350, als Dengor Thalen, als erster Sohn von Skor
Thalen und Derra Thalen geboren wurde. Zweieinhalb Jahre früher erblickte
seine Schwester Ella Thalen das Licht der Welt, in der großen und reichen
Metropole Tiefwasser. Dengor wuchs gut behütet bei seiner wohlhabenden
Mutter auf und ihm mangelte es an nichts. Als sein Vater jedoch im Jahre 1357
als Belohnung für seine Dienste im Auftrag des Fürsten von Tiefwasser
in den Adelsstand erhoben wurde, änderte sich sein Leben dramatisch.
Durch das Ansehen, dass sein Vater plötzlich genoss wurde dieser zu einem
tyrannischen, gebieterischen Herren, der nur noch am Erhalt seiner Macht interessiert
war. Dengor wandte sich von ihm ab und begann immer mehr, sich zurückzuziehen,
bis er an einem schönen Frühlingsabend im Jahre 1358 ein großes,
schillerndes Wesen am fernen Horizont erblickte. In dieser Nacht schlief der
kleine Dengor sehr unruhig und erfuhr einen absonderlichen Traum.
In diesem Traum, Dengor war schon deutlich älter, sein Gesicht war von
der Sonne gegerbt, seine Augen leuchteten jedoch in einem fast übermenschlichen
Hellblau, starrte er in die Ferne und beobachtete wieder diese Silhouette
am Horizont, als neben ihm ein prachtvoller, hochgewachsener Krieger erschien,
der sich neben ihn kniete, und ein Symbol in den staubigen Boden zeichnete,
kaum einen Schritt von Dengor entfernt. Dengor beugte sich hinab, das Symbol
zu betrachten: Es leuchtete vor seinen Augen in goldenen Farben ein Handschuh
von makelloser Schönheit, von dessen Rücken ihn ein hellblaues Auge
durchdringlich anblickte. Dengor erhob sich wieder und blickte den charismatischen
Krieger lange, fragend an, bis dieser sich lautlos umdrehte und stetigen,
kraftvollen Schrittes davonging.
Dengor erwachte in dieser Nacht schweißgebadet und rannte völlig
verwirrt zu seiner Mutter und weckte sie. Kaum dass sie vollends wach war
erzählte er ihr von seinem Traum und beschrieb und sie erklärte
ihm die Bedeutung des Symbols, das er zu seinen Füßen gesehen hatte.
Und so erfuhr er, dass es sich um das heilige Symbol des nahezu in Vergessenheit
geratenen Beschützergottes Helm handelte.
Dengor, der stets ein aufgeweckter, gerechtigkeitsliebender Junge bat seine
Eltern einen Besuch zum Tempel des Helm unternehmen zu dürfen, was ihm
von seinem Vater jedoch verwehrt wurde. Dengor spähte jeden Abend, kurz
vor der Dämmerung aus dem Fenster und erblickte jedes Mal die mittlerweile
vertraute Gestalt am Horizont, die ihm, je öfter er sie betrachtete jedes
Mal majestätischer erschien. Dengor, der niemals körperlich hatte
arbeiten müssen, sollte im Alter von 10 Jahren von seinem Vater in den
Techniken der Drachenjagd unterwiesen werden. Aber Dengor verabscheute die
Taten seines Vaters und konnte nicht mehr mit ihm leben. Man hatte ihm seine
ganze Kindheit lang etwas vorgelogen, ihm erzählt sein Vater sei ein
Reisender auf der Suche nach neuen Wundern gewesen, doch was war er wirklich
? Er war einer jener Menschen, die er am meisten verabscheute, ein Drachenjäger.
Er hatte die Wesen getötet, die Dengor so sehr liebte, seit er von seiner
Mutter all diese wunderbaren Geschichten über diese Majestätischen
Tiere erzählt bekommen hatte. Nun sah er seinen Vater erstmals, wie er
wirklich war und floh mit seiner Schwester in die Stadt, um sich dem Willen
seines Vaters zu widersetzen und sich seinen langgehegten Wunsch zu erfüllen
und zum Tempel des Helm zu gehen und den Priestern von seinem Traum zu erzählen
und seine Schwester vor seinem Vater zu beschützen.
Seine Schwester und er reisten schnellstmöglich zum Tempel und voller
Stolz berichtete er von seiner Vision. Er erfuhr, dass es nur wenigen, Auserwählten
erlaubt wird, eine solche Vision zu erleben. Also ließ er sich von den
Priestern des Helm in der Religion ihres Gottes unterrichten und sich dessen
Weg aufzeigen. Seine Schwester Ella, die dem Sohn des Beraters des Fürsten
von Hochwasser versprochen war, ließ Dengor an einen weit entfernten,
geheimen Ort schaffen, der selbst vor ihm verborgen gehalten werden sollte,
damit sein Vater sie nicht zu seinen Gunsten "verkaufen" konnte.
Seit dem Tag des Beitritts zum Orden Helms sah Dengor seine Schwester niemals
wieder, dachte jedoch jeden Tag an sie und schloss sie in seine Gebete ein.
Während seines Lebens und Lernens in den Mauern des Tempels wurde sein
Vater ob des Verschwindens seiner Kinder immer abscheulicher und bat schließlich
den Fürsten, ihm einen Wunsch zu erfüllen, einen Wunsch, den Dengors
Mutter nach einer Zeit der Qualen auf grausamste Weise mit dem Leben bezahlen
sollte.
Dengor erfuhr nichts von alledem und verschrieb sich ganz den Lehren Helms.
Er erblühte darin, ja ging darin auf. Immer weniger dachte er an seine
Mutter und sein Heim und auch die Gedanken an seine Schwester wurden immer
seltener, er betete jedoch noch immer jeden Abend für sie und erbat Helms
Schutz für sie und seine Mutter.
Im Sommer des Jahres 1365, Dengor hatte sich schon lange für ein Leben
in Diensten Helms entschieden, eilte ein Bote zu den Pforten des Tempels und
überbrachte Dengor ein Schreiben, das er niemals mehr vergessen sollte:
Sehr geehrter Dengor, Sohn des Sir Skor Thalen, erster Steuereintreiber des
Fürsten zu Tiefwasser, wir laden euch ein den, Feierlichkeiten zur Hochzeit
eures Vaters mit Lady Klea, Nichte des Fürsten zu Tiefwasser, beizuwohnen.
Die feierliche Vermählung findet statt am 24.6. des Jahres 1365.
[...]
Wie konnte sein Vater wieder Heiraten?
Was war mit seiner Mutter geschehen?
Dengor wurde unruhig und des Nachts umfingen ihn schreckliche Alpträume,
also entschied er sich zu erkundigen, was in der Zeit seines Studiums außerhalb
des Tempels geschehen war. Er war der Verzweiflung nahe, als er erfuhr, was
tatsächlich mit seiner Mutter geschehen war. Sein Vater beschuldigte
sie des Mordes an ihren Kindern und nach Jahren der Folter und grausamer Qualen
richtete er selbst sie brutal hin. Dengor entschied sich nicht den Weg des
Priesters einzuschlagen, sondern den Weg des Kriegers im Namen Helms zu wählen,
um die Bedürftigen und Wehrlosen zu beschützen, so wie er seine
Mutter hatte beschützen wollen.
In der Nacht nach seiner Entscheidung erschien ihm in seinem Traum wieder
der prachtvolle Krieger und diesmal erkannte er deutlich mehr Details als
bei seinem ersten Traum. Der Harnisch des Kriegers war kunstvoll geschmückt
und verziert, die Ausstrahlung des Mannes war königlich. Er legte Dengor
die Hand auf seine Schulter und sprach zu ihm:
"Du hast Dich entschieden Dengor. Dein Weg wird nicht leicht sein, aber
es ist Dein Weg. Beschreite ihn weise und nutze Deine Kraft, jedoch denke
immer daran, wer Dir diese Kraft geschenkt hat."
Der Krieger zog daraufhin langsam sein Schwert und es blitzte magisch im Lichte
der Mittagssonne, als er sprach:
"Knie nieder Dengor, Sohn des Skor und der Derra Thalen"
Als Dengor sich voll Ehrfurcht vor ihm hinkniete berührte der Krieger
langsam und unspürbar seine Schultern und sagte:
"Und erhebe Dich Dengor Thalen, Paladin des Helm."
In dem Moment, da er aufstand erscholl über ihm ein überirdischer
langgezogener Ruf.
Die Silhouette des Drachen, der diesen Schrei ausstieß, erkannte Dengor
sofort und es durchfuhr ihn wie ein Blitz... Dieser Drache war es, den er
fast jeden Abend an Horizont hatte fliegen sehen, jedoch hatte er ihn noch
nie zuvor so nahe gesehen, und der Anmut wie auch die Schönheit des Drachen
trieben dem Paladin die Tränen in die Augen. Das Tier zog Dengor in seinen
Bann, kaum dass er es richtig sah. Dann hörte er in seinem Verstand die
folgenden Worte:
<Paladin des Helm, wir haben Dich beobachtet. Sei auch ein Hüter des
Volkes der Drachen. Wir haben lange Zeiten über die Menschheit gewacht,
aber immer mehr Eurer Rasse giert es nach unserem Blut und Trophäen.
Es wird die Zeit kommen, da Du Dich wieder entscheiden musst. Wähle weise...>
Dengor öffnete seine Augen und der Krieger und der Drache waren verschwunden.
Um Dengors Hals jedoch hing ein filigranes aber unglaublich stabil gearbeitetes
Lederbändchen an welchem eine rotblau-schimmernde Schuppe eines Drachen
so groß wie die Hand eines Mannes, in der Form eines Schildes mit dem
Symbol Helms darin, befestigt war.
Als Dengor am nächsten Morgen aufwachte fühlte er, dass sich etwas
verändert hatte, so wie auch alle anderen, denen er begegnete, dies bemerkten.
Seine Lehrmeister, die ihn in der Kunst des Kampfes, wie auch in der des Lebens
unterrichtet hatten sagten ihm, dass das Ende seiner Ausbildung kurz bevorstand.
Und so war es. Dengor erhielt nun den ersten persönlichen Befehl seines
Custos während seiner gesamten Ausbildungszeit im Tempel. Er musste sich
für die Abschlusszeremonie am folgenden Sonnabend vorbereiten, und so
tat er, wie ihm geheißen...
Er betete einen Tag und eine Nacht zu seinem Gott und setzte seine ganze Kraft
dafür ein, seinen Codex zu verfassen, an den zu halten er sich geloben
würde.
Als er am nächsten Morgen, kurz vor der Ernennungszeremonie aufwachte,
las er seinen Codex das erste Mal im Stillen :
"Ich, Dengor Thalen von Tiefwasser, gelobe hiermit feierlich, die Gesetze des heiligen Erbes zu ehren und schwöre bei meinem Glauben der Kirche des Helm und dem Volke der Drachen treu zu sein, die allgemein gültigen, rechtschaffenen Gesetze zu achten und zu erhalten und meine Hingabe ohne Täuschung oder Vorbehalt allen Wesen guter Gesinnung zukommen zu lassen. Außerdem gelobe ich die Prinzipien der Treue, der Höflichkeit, der Ehrlichkeit, der Tapferkeit und der Ehre zu unterstützen, aufrecht zu erhalten und so feierlich und treu den Verordnungen meiner Kirche und meines Königs, wie auch meines Gewissens zu folgen. Ich lege dieses Versprechen aus freiem Willen, ohne Zwang oder Erwartung von Profit in irgendeiner Form durch das Auflegen meiner Hand auf dieses Heilige Symbol Helms ab, in glückseligen Gedanken an all Diejenigen, die ihr Leben für diese edle Sache gegeben haben."
Die Türe öffnete sich in jenem Moment, in dem er die letzte Zeile
seines Codex gelesen hatte und eine Priesterin trat ein um ihm die rituellen
Gewänder und die Rüstung hereinbringen zu lassen und ihm zu helfen
die schwere Prunkrüstung anzulegen.
Die Zeremonie verlief nach einem vorher peinlich genau geübten, militärischen
Ritual, bei dem Dengor, genau wie die anderen Novizen, in seine Zelle beordert
wurde, wo er bereits von seinem Lehrmeister, einem der Hohepriester, erwartet
wurde. Der Priester zog nun das Heilige Schwert Helms und ließ es über
einem kleinen, nur für diese Zeremonie aufgebauten Altar schweben und
befahl Dengor nun, bis zum nächsten Morgen darüber zu wachen und
es nur mit der Kraft seines Geistes in der Luft zu halten. Dengor hatte sich
schon oft gefragt, worin dieser Teil der Zeremonie wohl bestünde und
nun wusste er es. Der Priester verlies die Zelle und es begann die Zeit der
Wachsamkeit, in der er die Welt um sich herum das erste Mal in seinem Leben
viel genauer wahrnahm, als jemals zuvor. Er konzentrierte sich mit all seiner
Kraft darauf über das Schwert zu wachen, doch nach einigen Stunden ließ
seine Konzentration nach und das Schwert sank Stück um Stück. Er
entschloss sich seinen Gott um Hilfe zu bitten und er fiel in einen tranceartigen
Zustand.
Er stand auf einer mondbeschienenen Lichtung, der Morgentau glitzerte auf
den Blättern der Bäume und den Grashalmen der Wiese. Die Luft war
mild und warm. Er drehte sich um, um zu sehen, was sich hinter ihm verbarg
und schaute direkt in die Augen des Kriegers, den er in seinen Visionen schon
gesehen hatte. Die Klarheit und Schärfe in den Augen seines Gegenüber
erstaunten ihn, niemals zuvor hatte er etwas Vergleichbares erlebt. Der Krieger
berührte ihn sanft mit seiner Hand auf der Stirn, und all die Müdigkeit,
die er eben noch gespürt hatte fiel von ihm ab und das Schwert blieb
den Rest der Zeremonie fast mühelos an seiner Stelle.
Am nächsten Morgen wurde die Türe geöffnet und Dengor erkannte
seinen Lehrmeister noch bevor sie einen Spalt breit geöffnet war. Der
Hohepriester sprach :
"Die Zeit der Wache ist nun vorüber Gardist Thalen. Folge mir ..."
Geschickt fischte er das Schwert aus der Luft und half Dengor, dessen Glieder
schwer wie Blei waren, auf die Beine. Nach einer flüchtigen Verbeugung
vor seinem ehemaligen Lehrer ging Dengor wieder in die nun feierlich geschmückte
und verzierte Festhalle, wo er bereits von den anderen Mitgliedern der "Augen
der Wachsamkeit" empfangen wurde. Er stellte sich auf den Platz, der
ihm am Tage zuvor zugewiesen wurde und wartete, bis die anderen Novizen, die
ihren Test gemeistert hatten, ihre Plätze eingenommen hatten.
Danach war es an der Zeit, dass sie einer nach dem anderen vortraten, und
laut und für alle vernehmlich, ihre Codices auf das Heilige Schwert ablegten.
Der Custos inspizierte das erste mal die Reihen der Novizen und überreichte
allen das Abzeichen, welches sie von nun an als Helms Gardist kenntlich machen
sollte.
Die Glocken des Tempels läuteten festlich und die nun ernannten Paladin
durften unter militärischen Ehren abtreten. ließen. Dengor wurde
eine zusätzliche Ehre zuteil; da er sich als ungewöhnlich geschickt
im Umgang mit dem Langschwert hervorgetan hatte, wurde ihm befohlen als Scherge
im Dienste Helms seinen Dienst zu tun..
Dengor erbat einige Tage zu seiner persönlichen Verfügung, um der
Vermählung seines Vaters beizuwohnen...
Gerüstet mit seiner neuen Rüstung, Schild und seinem Langschwert
reiste er zu seinem Vater und stellte ihn für den Mord an seiner Mutter
zur Rede. Er brauchte sich nicht zu konzentrieren um die Veränderung
an seinem Vater zu bemerken. Dort wo er in seinen frühen Jahren einmal
ein warmes, freundliches Leuchten gefühlt hatte, spürte er nun nur
noch Übel und Missgunst aus seines Vaters Herzen entgegenwallen. Er erzählte
seinem Vater, von seinem Plan, seine Schwester vor ihm zu schützen, von
seinem Leben im Tempel und von den Dingen, die er über seine Mutter gehört
hatte, doch sein Vater zog schweigend sein Schwert und kämpfte verbittert
gegen seinen Sohn. Dengor forderte seinen Vater zu einem fairen Duell heraus,
welches er mühevoll mit Hilfe seines Gottes gewann und so die Schuld
gegenüber seiner Mutter verringerte. Mit dem letzten, entscheidenden
Streich, mit dem er seinen Vater für alle Ewigkeit in die Verdammnis
schickte, zerstörte er zugleich die Möglichkeit jemals den Titel
seiner Familie zu übernehmen auf ewig.
Zurück im Tempel machte er seine erste Meldung und wurde damit beauftragt
am nächsten Tag mit seiner Reise durch die Herzlande zu beginnen um der
Kirche wertvolle Informationen zu beschaffen, den Glauben zu verbreiten und
die Menschen zu beschützen.
In dieser Nacht erschien ihm der Drache zum letzten mal...
<Du hast einen Schritt in die richtige Richtung getan, Paladin des Helm,
gehe weiterhin diesen Weg und ich, und meinesgleichen werden es Dir danken...>
sagte der Drache, während er Dengor durchdringlich musterte, der in seiner
Rüstung neben dem schillernden Drachen stand und jetzt alle Einzelheiten
dieses wunderbaren Wesens erkennen konnte.
Als Dengor am nächsten Morgen erwachte und sich wie jeden Morgen wusch,
bemerkte er das Lederbändchen aus seinem Traum, was er um den Hals trug,
mit der schillernden Schuppe des Drachen, die daran baumelte. Er betrachtete
das Amulett lange und eingehend, aber er konnte sich nicht erklären,
wie er sie bekommen hatte, aber er erkannte die Schuppe schließlich
wieder. Der Drache trug sie über seinem Herzen, dort wo Dengor sie von
nun an auch tragen wollte.